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Autor: Vanessa Lange

Unsere Fortschritte 2025 – jetzt online

2025 wurden zahlreiche Entwick­lungen in Richtung Nachhal­tigkeit angestoßen – von E‑Mobilität im Fuhrpark über neue Produkt­an­gebote bis hin zu Projekten am Campus und Impulsen im sozialen Bereich. Im neuen Nachhal­tig­keits­be­richt sind alle Ergeb­nisse ausführlich dokumen­tiert. Eine kompakte Übersicht der wichtigsten Punkte haben wir zusätzlich online zusam­men­ge­fasst.

Jetzt die Highlights 2025 entdecken

Neue Nachhaltigkeitsstrategie: Unser Kurs bis 2028

Wir entwi­ckeln unsere Nachhal­tig­keits­stra­tegie weiter – mit klaren Schwer­punkten und dem Ziel, ökolo­gi­sches und soziales Engagement noch stärker in unserem Alltag und für unsere Kundinnen und Kunden erlebbar zu machen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen.

Emissionen senken – konse­quent und ambitio­niert
Wir bleiben dran: Bis 2028 sollen mindestens 75 Prozent unserer Dienst­wagen elektrisch unterwegs sein. Auch bei unseren Kapital­an­lagen haben wir uns viel vorge­nommen: Den CO₂-Fußab­druck unseres Aktien- und Unter­neh­mens­an­lei­he­port­folios sowie die Emissionen unseres Immobi­li­en­di­rekt­be­standes wollen wir – im Vergleich zu 2021 – bis 2029 halbieren. Erste Anpas­sungen zeigen Wirkung, aber klar ist auch: Das bleibt eine echte Heraus­for­derung.

Prävention: Der nachhal­tigste Schaden ist keiner
Im Bereich Produkte verankern wir Prävention als eigenen Schwer­punkt – neben Energie­wende, Schaden­ersatz, Anlage­pro­dukten und Landwirt­schaft. Denn am besten ist es, wenn Schäden gar nicht erst entstehen. Deshalb stärken wir Angebote und Services, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Agenturen rücken in den Fokus
Unsere LVM-Agenturen sind der Schlüssel, wenn es darum geht, Nachhal­tigkeit wirklich ins Leben unserer Kundinnen und Kunden zu bringen. Damit das gelingt, unter­stützen wir sie mit praxis­nahen Leitfäden und stärken gezielt Angebote rund um Verein­barkeit, Gesundheit und Vielfalt – direkt dort, wo Beratung statt­findet.

Inklu­sives Arbeits­umfeld weiter ausbauen
Ein weiterer Schwer­punkt liegt auf dem Ausbau eines gerechten und gesunden Arbeits­um­felds. Geplant sind unter anderem Mento­ring­pro­gramme für Beschäf­tigte nach der Elternzeit, Schulungen zu Gesund­heits- und Vielfalts­kom­petenz, Barrie­re­checks sowie gezielte Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vertrieb. Mit der Unter­zeichnung der Charta der Vielfalt im vergan­genen Jahr bekräf­tigen wir zudem unser klares Engagement gegen Diskri­mi­nierung.

Vom Beobachter zum Gestalter
Wir wollen Fortschritte sichtbar machen. Deshalb setzen wir künftig noch stärker auf Kennzahlen und bauen ein eigenes Nachhal­tig­keits-Controlling auf. So können wir gezielt steuern und nachschärfen, wo es nötig ist. Seit 2021 setzen wir unsere Nachhal­tig­keits­stra­tegie konse­quent um. Ein eigener Bereich und ein internes Netzwerk aus 25 Nachhal­tig­keits­ver­ant­wort­lichen treiben Themen und Projekte voran. Dass wir dabei auf einem guten Weg sind, bestätigt uns auch Assekurata. Und genau daran arbeiten wir weiter.

Halbe Strecke geschafft: Bereits 50 Prozent unserer Dienstwagen fahren elektrisch

So sieht bei uns der Wandel auf vier Rädern aus: Über die Hälfte unserer Dienst­wa­gen­flotte ist inzwi­schen elektri­fi­ziert. Bis 2028 wollen wir die 75-Prozent-Marke erreichen. Die Aussichten stehen gut: „In diesem Jahr sind von über 100 neu zugelas­senen Fahrzeugen fast 95 Prozent elektrisch betrieben”, so Michael Heimann, Bereichs­leiter Dienst­leis­tungen (rechts). Was früher der VW Passat war, ist heute der ID.7 – ein besonders gefragtes Modell unter den Dienst­wagen fahrenden LVMer:innen.

Aus einem Pilot­projekt mit 40 Personen sind inzwi­schen über 250 E‑Auto-Fahrer:innen geworden. „Ladefrust und Reich­wei­ten­angst? Gehören längst der Vergan­genheit an”, so Lukas Waldow, Teamleiter Fuhrpark (links). „Unser Erfolgs­rezept: Überzeugung, Beratung und Begeis­terung fürs elektrische Fahren.“ Denn E‑Mobilität ist nicht nur klima­freundlich, sondern auch angenehm leise, komfor­tabel – und technisch auf der Überholspur. Die Reich­weiten steigen, die Ladezeiten sinken und die Infra­struktur wächst. Auf in die nächste Hälfte – wir bleiben elektrisch unterwegs!

Drei Tage für Vielfalt und Gesundheit 

Vom 4. bis 6. November drehte sich bei den LVM-Nachhal­tig­keits­tagen alles um Fragen, die unseren Arbeits­alltag prägen: Wie können wir gesund arbeiten, offen mitein­ander umgehen und dafür sorgen, dass sich alle zugehörig fühlen?

Im Mittel­punkt standen die Schwer­punkte der Charta der Vielfalt – von Alter, Herkunft, Migration und Religion bis zu Geschlecht und sexueller Orien­tierung, Gesundheit und Inklusion. Mitar­bei­tende aus dem Innen- und angestelltem Außen­dienst sowie aus unseren Agenturen haben offen erzählt, was sie bewegt – von mentaler Belastung über Barrieren im Alltag bis zu Identität und Zugehö­rigkeit.

Impulse von Expert:innen wie Mareice Kaiser, Dr. Cihan Sinanoğlu, Robert Franken und Prof. Dr. Lorenz Narku Laing haben neue Perspek­tiven eröffnet. Ergänzt wurden die Vorträge durch inter­aktive Formate: Workshops zur mentalen Gesundheit und Brust­ge­sundheit, praxisnahe Gesund­heits-Checks und Aktionen im Foyer, die zum Auspro­bieren und Mitmachen einluden.

Hinter den Tagen stand ein großes Team aus Nachhal­tigkeit, Unter­nehmens- und Perso­nal­ent­wicklung, Gesundheit & Soziales, unter­stützt von Betriebsrat und unseren Netzwerken – alle haben gemeinsam das Programm mitge­staltet.

Am Ende bleiben viele Gespräche, neue Sicht­weisen – und das Bewusstsein, dass Vielfalt und Gesundheit nicht in drei Tagen „erledigt“ sind. Aber sie beginnen dort, wo die die Bereit­schaft da ist, zuzuhören und sich auszu­tau­schen.

Von „gut“ zu „Sehr gut“

Assekurata hat die LVM im aktuellen Nachhal­tig­keits-Rating hochge­stuft: von „gut“ auf „sehr gut“.

Wo sich die LVM verbessert hat:

Emissionen gesenkt: Die Umstellung auf Ökostrom und ein höherer Anteil an E‑Autos in der Dienst­wa­gen­flotte sorgen für einen gerin­geren CO2-Ausstoß.

Kapital­anlage klima­freund­licher ausge­richtet: Der CO₂-Fußab­druck des Portfolios von Aktien & Unter­neh­mens­an­leihen wurde schneller gesenkt als geplant. Neues Ziel bis 2029: den CO₂-Fußab­druck in dieser Anlage­gruppe im Vergleich zu 2021 zu halbieren.

Produkte erweitert: Photo­voltaik-Freiflächen können jetzt abgesi­chert werden. Und in der Hausrat­ver­si­cherung werden Repara­turen auch dann bezahlt, wenn sie teurer sind als ein Neukauf – damit Ressourcen geschont werden.

Mitar­bei­tende & Agentur­teams einge­bunden: Nachhal­tig­keitstage, Handy-Recycling-Aktionen oder die neue Mitfahr-App RideBee machen Themen rund um Nachhal­tigkeit für LVMer:innen mehr erlebbar.

„Das Rating-Ergebnis ist ein tolles Zeugnis für die Arbeit der vergan­genen Jahre. Wir haben geliefert, was wir versprochen haben, und glänzen nicht mit isolierten Maßnahmen, sondern haben uns in allen Handlungs­feldern konti­nu­ierlich verbessert“, freut sich Vorstands­vor­sit­zender Dr. Mathias Kleuker über das sehr gute Abschneiden. Gleich­zeitig zeigt das gute Rating nicht nur, dass viel erreicht wurde. Es ist auch ein klares Signal, dass sich die LVM ambitio­nierte Ziele setzt und sie konse­quent angeht. Aktuell wird die Nachhal­tig­keits­stra­tegie weiter­ent­wi­ckelt – mit Blick auf den Zeitraum bis 2028.

Was ist das Assekurata Nachhal­tig­keits-Rating?

Assekurata ist eine unabhängige Rating-Agentur, die Versi­cherer genau unter die Lupe nimmt. Im Nachhal­tig­keits-Rating prüft die Agentur, wie ernst ein Unter­nehmen es mit Umwelt- und Sozial­themen meint – und ob die guten Vorsätze auch tatsächlich umgesetzt werden. Dabei schaut Assekurata auf vier Bereiche: Rahmenwerk, Geschäfts­be­trieb, Produkt­ma­nagement und Kapital­anlage

Für das aktuelle Rating hat Assekurata interne und externe Daten geprüft, Inter­views mit den LVM-Nachhal­tig­keits­ver­ant­wort­lichen geführt und bestehende Maßnahmen sorgfältig analy­siert.

Unser Weg zu mehr Nachhaltigkeit: Fortschritte 2024  

Mehr Trans­parenz bei Treib­haus­gasen, 55 Prozent mehr E‑Autos im Fuhrpark und 2.600 Lernchancen: Schritt für Schritt bewegen wir mehr – für Umwelt, Klima und soziales Engagement. Neugierig, was sich 2024 getan hat? Hier geht’s zu den Highlights aus unserem aktuellen Nachhal­tig­keits­be­richt.

Klimaziele in der Kapitalanlage deutlich übertroffen

Auf dem Weg zu mehr Klima­schutz in der Kapital­anlage hat die LVM ihren ersten Meilen­stein mehr als erreicht: Der CO2-Fußab­druck bei börsen­no­tierten Aktien und Unter­neh­mens­an­leihen ist in den vergan­genen drei Jahren um 32,8 Prozent im Vergleich zu 2021* gesunken – ursprünglich geplant waren 20 Prozent. Der CO2-Fußab­druck gibt an, wie viele Emissionen die Unter­nehmen in diesem Portfolio verur­sachen – gemessen pro inves­tierter Million Euro. Er hilft, die Klima­wirkung von Inves­ti­tionen zu bewerten und zu steuern. Und nun geht es weiter: Ausgehend vom Vergleichsjahr 2021 soll der Wert in diesem Bereich bis 2029 insgesamt halbiert werden.

Als Mitglied der Net-Zero Asset Owner Alliance gehört die LVM zum weltweiten Klima­schutz­bündnis insti­tu­tio­neller Anleger. Die Initiative hat sich vorge­nommen, die Emissionen des gesamten Anlage­port­folios seiner Mitglieder bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Netto-Null bedeutet, dass die Menge an ausge­sto­ßenen Treib­haus­gas­emis­sionen nicht höher ist als die Menge, die die Erde wieder aufnehmen kann. Damit dieses ambitio­nierte Ziel erreicht werden kann, braucht es zusätzlich unter­stüt­zende Politik und engagierte Unter­nehmen. Plus: Natür­liche und mögli­cher­weise auch technische Möglich­keiten, um Treib­haus­gas­emis­sionen langfristig zu binden.

Wege zum Ziel: Reduktion, Engagement und Trans­for­mation

Auch wir als LVM verfolgen diese Vision. Deshalb bauen wir unser Kapital­an­lagen-Portfolio Schritt für Schritt um und schließen bestimmte besonders klima­schäd­liche Inves­ti­tionen aus. Außerdem treten wir in den Dialog mit Unter­nehmen, um nachhal­ti­geres Wirtschaften zu fördern und inves­tieren weiterhin in Anlagen zur Erzeugung erneu­er­barer Energie.

Mehr über Klima­schutz­maß­nahmen in unserer Kapital­anlage erfahren Sie hier.

Green Nudging Workshop mit bahn.business

Was kann die LVM tun, damit Mitar­bei­tende in der Zentrale und in den Versi­che­rungs­agen­turen von sich aus häufiger klima­freund­li­chere Mobili­täts­an­gebote nutzen? Darum ging es bei einem Workshop mit Mitar­bei­tenden aus Innen- und Außen­dienst sowie Exper­tinnen und Experten von bahn.business.

Das sogenannte Green Nudging ist eine Methode, die Organi­sa­tionen dabei unter­stützt, nachhal­ti­geres Verhalten ihrer Mitglieder zu fördern: Im Sinne eines „Stupsens“ (engl. nudge) sollen kleine Denkan­stöße motivieren, das Handeln mehr in Richtung Nachhal­tigkeit zu verändern. Die Workshop-Teilneh­menden entwi­ckelten dafür verschiedene Ideen – von optimierten Buchungs­sys­temen, CO2-Vergleichen oder Standard­ein­stel­lungen für Bahnreisen. Mehr über den Workshop erfahren Sie hier.

Wie beeinflusst die Klimakrise die LVM – und umgekehrt?  

Ein neuer 3D-Film zeigt, warum die LVM von den Auswir­kungen der globalen Erder­wärmung direkt betroffen ist und wie das Unter­nehmen zu mehr Klima­schutz beitragen kann. „Der Film zeigt auf origi­nelle Weise, warum gerade wir als Versi­cherer in der Verant­wortung stehen, zu einer nachhal­ti­geren Welt beizu­tragen – und welche Möglich­keiten wir dafür haben“, sagt Judith Peters, Leiterin des Bereichs Nachhal­tigkeit.

Einge­bettet ist der Film in die neue Start­seite. Während die alte Version wie ein Inhalts­ver­zeichnis lediglich auf die einzelnen Unter­seiten verlinkte, vermittelt die neue Homepage nun mit frischem Konzept übersichtlich und klar die wichtigsten Botschaften. Judith Peters: „Wir alle wissen, wie schwer es ist, sich durch die Infor­ma­ti­onsflut zu wühlen. Genau deshalb haben wir diese Seite neu gedacht – und sie infor­ma­tiver, struk­tu­rierter und verständ­licher gestaltet.“

Neue App für gemeinsames Fahren   

Mit der App twogo bietet die LVM ab sofort ihren Mitar­bei­tenden und den Teams in den Versi­che­rungs­agen­turen die Möglichkeit, einfach Fahrge­mein­schaften zu organi­sieren. Wer sich als Fahrer:in oder Mitfahrer:in anmeldet und einen Fahrt­wunsch angibt, wird bei einem passenden Match automa­tisch infor­miert.

Fast die Hälfte der Mitar­bei­tenden in Münster kommt mit dem Auto zur LVM. Twogo schafft die Chance, dem Pendelweg eine neue Richtung geben: günstiger, gesel­liger, klima­freund­licher und effizi­enter.