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Autor: Vanessa Lange

10 Millionen Hektar Wald

So groß ist die Fläche, die jährlich weltweit durch mensch­liche Eingriffe zerstört wird – das entspricht rund 27 Fußball­feldern pro Minute. Die Gründe, aus denen Wälder gerodet werden, sind vielfältig – häufig werden gesunde Wälder in landwirt­schaft­liche Nutzflächen umgewandelt. Diese werden beispiels­weise für den Anbau von Soja oder Palmöl sowie zur Haltung von Nutztieren benötigt. In Folge der Abholzung kommt es zum Verlust der biolo­gi­schen Vielfalt an Land und Tieren, wodurch der Klima­wandel verstärkt wird. Die dadurch bedingten extremen Wetter­lagen, wie Hitze und Dürre, werden umgekehrt wiederum negative Auswir­kungen auf den Waldbe­stand haben und Waldbrände begüns­tigen – weltweit und in Deutschland. Aus diesem Grund hat das EU-Parlament beschlossen, bis 2030 rund 30 Prozent und bis 2050 sogar 90 Prozent der geschä­digten Lebens­räume im Wasser und an Land wieder­her­stellen zu wollen.

Quellen: Bundes­mi­nis­terium für wirtschaft­liche Zusam­men­arbeit und Entwicklung, Green­peace

6.627 Anfragen aufgrund von Diskriminierung

Die Antidis­kri­mi­nie­rungs­stelle des Bundes, eine unabhängige Stelle im Bundes­fa­mi­li­en­mi­nis­terium, zählte im Jahr 2022 insgesamt 6.627 Beratungs­an­fragen. Das bedeutet, in 6.627 Fällen suchten Menschen Unter­stützung und Beratung aufgrund erfah­rener Benach­tei­ligung. Benach­tei­li­gungen, die sich auf mindestens ein innerhalb des Allge­meinen Gleich­be­hand­lungs­ge­setztes (AGG) geschütztes Diskri­mi­nie­rungs­merkmal zurück­führen lassen. Im Vergleich zu den Vorjahren stagniert die Zahl der Beratungs­an­fragen demnach auf einem stabil hohen Niveau.

Ziel des AGG ist, Benach­tei­li­gungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethni­schen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltan­schauung, einer Behin­derung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu besei­tigen.

Quelle: Antidis­kri­mi­nie­rungs­be­richt der Bundes­re­gierung

2,1 Milliarden Menschen haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser

Am 22. März ist inter­na­tio­naler Weltwas­sertag. Der von den Vereinten Nationen ausge­rufene Tag soll an Wasser als essen­zielle Lebens­res­source erinnern. Denn obwohl der Zugang zu sauberem Trink­wasser in den Menschen­rechten verankert ist, ist die weltweite Wasser­ver­sorgung sehr ungleich verteilt. Während der regel­mäßige Zugang zu sauberem Trink­wasser für viele eine Selbst­ver­ständ­lichkeit ist, ist dies für 2,1 Milli­arden Menschen weltweit nicht der Fall. Insbe­sondere in Afrika, Latein­amerika und Asien herrscht teils drama­tische Wasser­knappheit. Dort haben Menschen keinen regel­mä­ßigen Zugang zu sauberem Wasser, das sie zum Trinken, zur Zubereitung von Essen und zur Körper­hy­giene benötigen. Nach Angabe von Unicef (2023) wird sich die Wasser­knappheit durch den Klima­wandel in den kommenden Jahren zunehmend verschärfen. Auf verschmutztes Trink­wasser gehen weltweit die häufigsten Krank­heits- und Todes­ur­sachen zurück.

Quellen: Bundes­mi­nis­terium für wirtschaft­liche Zusam­men­arbeit und Entwicklung, Unicef

LVM wirkt an Münsters Klimastadt-Vertrag mit

Als eine von 100 Städten entwi­ckelt Münster im Rahmen des EU-Projekts „100 Climate-Neutral and Smart Cities” einen Klima­stadt-Vertrag mit der Stadt­ge­sell­schaft. Auch die LVM unter­stützt das Engagement. Gestern Abend nahmen der Vorstands­vor­sit­zende Dr. Mathias Kleuker und Judith Peters, Leiterin des Bereichs Nachhal­tigkeit, an der Unter­zeich­nungs­feier teil, wo Münsters Oberbür­ger­meister Markus Lewe die erste Vertrags­fassung präsen­tierte. Damit verpflichtet sich die LVM offiziell, zur angestrebten Klima­neu­tra­lität der Stadt beizu­tragen. „Der Klima­stadt-Vertrag ist sowohl Chance als auch Verpflichtung für uns, am Klima­schutz Münsters mitzu­wirken. Dabei schätze ich besonders das kollektive Vorgehen: Wir alle sind gefragt, unser Denken und Handeln zu verändern, Vorschläge einzu­bringen und umzusetzen und vor allem: in den Austausch zu kommen“, so Dr. Mathias Kleuker.

Indem die LVM ihre eigenen Ziele zur CO2-Reduktion erreicht, minimieren sich auch die Emissionen in der städti­schen Atmosphäre. Manche Vorhaben gelingen dabei nur Hand in Hand. So zum Beispiel bei der Energie­ver­sorgung: Aktuell bezieht die LVM Fernwärme der Stadt­werke Münster aus dem Gaskraftwerk am Hafen. Die dadurch entste­henden Emissionen kompen­siert das Unter­nehmen. Um hier langfristig Klima­neu­tra­lität ohne Kompen­sation zu erreichen, ist eine Umstellung auf regene­rative Quellen von Seiten der Stadt­werke notwendig.

Mehr über den Klima­stadt-Vertrag erfahren Sie hier.

15 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland sind Väter

Wenngleich der Anteil allein­er­zie­hender Männer damit im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen ist, ist er dennoch weiterhin gering. Von den mehr als acht Millionen Familien mit minder­jäh­rigen Kindern in Deutschland, sind rund 1,57 Millionen allein­er­ziehend. Das heißt: In knapp jeder fünften Familie mit Kindern unter 18 Jahren leben die Eltern getrennt. In der Folge übernimmt überwiegend ein Elternteil die Betreuung – oder beide teilen sich die Erziehung gleich­be­rechtigt.

Quelle: Statis­ti­sches Bundesamt

9 Milliarden Menschen werden 2050 voraussichtlich auf der Erde leben

Aktuell leben rund acht Milli­arden Menschen auf der (Statista, September 2023). Nach Angabe der Bundes­re­gierung wird diese Zahl in den nächsten 25 Jahren um eine weitere Milliarde steigen; gleich­zeitig werden die Ressourcen des Planeten immer knapper. Das führt zu einer Vielzahl von Heraus­for­de­rungen, die bereits jetzt zahlreiche Menschen betreffen: unter anderem eine zuneh­mende Kluft zwischen arm und reich, anhal­tender Hunger und Mangel­er­nährung sowie ein fehlender Zugang zu sozialer Sicherung und Grund­ver­sorgung.

Quellen: Statista, Bundes­re­gierung

10,8 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf

10,8 Tonnen CO2-Äquiva­lente – so groß ist der der durch­schnitt­liche CO2-Fußab­druck pro Kopf in Deutschland. Fast ein Drittel davon, also 3,4 Tonnen, sind auf den Konsum zurück­zu­führen. Jeweils 20 Prozent fallen in den Bereichen Wohnen und Mobilität an. Die Ernäh­rungs­weise verur­sacht einen Verbrauch von 1,7 Tonnen CO2. In gerin­gerem Maße sind Strom und die öffent­liche Infra­struktur mit 5 bzw. 8 Prozent am CO2-Fuaßb­druck beteiligt. Um die Erder­wärmung zu begrenzen, soll der CO2-Fußbdruck in Deutschland langfristig nicht mehr als eine Tonne betragen.

Quelle: Bundes­mi­nis­terium für Umwelt, Natur­schutz, nukleare Sicherheit und Verbrau­cher­schutz

Jede Dritte Frau in Führungsposition

Frauen machen in Deutschland 51 Prozent der Bevöl­kerung und 44 Prozent der berufs­tä­tigen Personen sind weiblich. Aller­dings ist nur jede dritte Frau in einer Führungs­po­sition, wie das statis­tische Bundesamt für das Jahr 2021 ermit­telte. Seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 2012 hat sich der Anteil von Frauen als Führungs­kraft nur wenig verändert, die Wachs­tumsrate betrug lediglich 0,6 Prozent. Zu den Führungs­po­si­tionen zählen Vorstände und Geschäfts­füh­re­rinnen sowie Führungs­kräfte im Handel, Produktion und Dienst­leis­tungen.

Quelle: Statis­ti­sches Bundesamt

CO2-Verbrauch: Siebter Platz für Deutschland

Im weltweiten Vergleich der Länder mit dem höchsten CO2-Verbrauch rangiert Deutschland an siebter Stelle. Den ersten Platz belegt China und stößt so viele Emissionen aus wie die USA, Indien, Russland, Japan und der Iran zusammen. Betrachtet man aller­dings den Ausstoß von CO2-Emissionen pro Kopf, wendet sich das Blatt. Deutschland liegt dann auf Platz 34 mit 8,1 Tonnen CO2-Verbrauch pro Kopf. China liegt drei Plätze hinter Deutschland und an erster Stelle steht Katar mit einem 36 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf.

Quelle: Andrew, R.M. & Peters, G.P. (2022): The Global Carbon Project’s fossil CO²‑E emissions dataset. Global Carbon Atlas 2022